November 2025

In diesem Jour Fixe mit Alpenland stand die Frage im Mittelpunkt, wie unterschiedliche Bauweisen die Klimabilanz eines Gebäudes verändern können.

Dafür haben IBRI Institute of Building Research & Innovation und MAGK ARCHITEKTEN drei Varianten des Architekturentwurfs gegenübergestellt:

·     eine herkömmliche Holzbauweise (z.B. Trockenbau mit Metallständer, Gipskarton und Mineralwolle sowie Zementestrich)
·     unseren DREI x NULL-Standard (eine Balance zwischen ökonomisch abbildbaren Lösungen und Materialien mit geringen CO₂-Emissionen
·     sowie eine besonders ökologische Ausführung mit Lehmbauplatten und Schafwolle.

So können wir sichtbar machen, wie stark Materialwahl und Aufbau die CO₂-Emissionen beeinflussen.

Holz-Parkdeck als Klimavorteil

Das geplante Parkdeck in Holzbauweise in Göblasbruck wirkt sich außerordentlich positiv auf die Gesamtbilanz aus. Mit rund 290 kg CO₂/m² BGFa liegen die fossilen Emissionen deutlich unter denen mineralischer Bauweisen, die üblicherweise zwischen 400 und 500 kg CO₂/m² BGFa liegen. Durch den hohen biogenen Anteil erreicht das Projekt sogar einen Gesamtwert von etwa –170 kg CO₂/m² BGFa. Dieses Ergebnis erfüllt klar unser Ziel: nämlich die Planungsphase A = 0 zu bilanzieren. Dennoch bleibt es unser Anspruch, die fossilen Emissionen in der Errichtungsphase weiter zu reduzieren.

Das Grundstück als eigener Klimafaktor

In einem weiteren Schritt wurde der DREI x NULL-Standard auch auf das gesamte Grundstück angewendet. Dabei zeigte sich: Rund 65 % der Emissionen stammen aus den Gebäuden selbst, 15 % aus Außenanlagen, Wegen und Spielplätzen und weitere 20 % aus dem Parkdeck. Die Bilanz macht deutlich, wie wichtig es ist, nicht nur das Gebäude, sondern das gesamte Umfeld mitzudenken.