Dezember 2025

Mit unserem Forschungspartner EGW widmeten wir uns intensiv der Lebenszyklusphase B: jener Phase, in der Gebäude im realen Betrieb Emissionen verursachen und Effizienz sichtbar wird.

Simulation als Schlüssel zur Emissionsreduktion

Für das Projekt Kammgarnhof führte LARIX Engineering eine thermische Simulation durch, um Heizlast und Dimensionierung der Erdsonden präziser bestimmen zu können. Das Ergebnis war deutlich:

  • der simulierte HWB-Wert liegt rund 30 %,
  • der KB-Wert etwa 15 %
    unter den statischen ÖNORM-Berechnungen.

Die Folge: Die Erdsonden konnten um ca. 20 % kleiner dimensioniert werden und damit sanken auch die damit verbundenen CO₂-Emissionen erheblich. Ein Beispiel dafür, wie digitale Planung die Klimabilanz positiv beeinflussen kann.

Betriebsphase in Zahlen: reale Daten, echte Wirkung

Gemeinsam mit EGW haben IBR&I und einszueins architektur erstmals konkrete Emissionswerte aus realen Betriebskostenabrechnungen abgeleitet. Auf Basis der Datenbanken „exiobase“ und „EPA“ wurden jährliche CO₂-Emissionen für den laufenden Betrieb berechnet.

Je genauer wir die Module der Lebenszyklusphase B analysieren, desto deutlicher wird: Emissionen im Betrieb lassen sich nicht auf Null bringen. Umso wichtiger sind eine transparente Kommunikation und ein Verständnis dieser Phase als nur eine Wärme- und Energieversorgung.

Phase B neu denken

Für DREI x NULL = NULL ist klar: Ein ökologisches Heizsystem ist zentral, aber Phase B umfasst weit mehr. Sie beginnt bei der Effizienz der Gebäudehülle, führt über intelligente Systemsteuerung bis hin zur Frage, wie NutzerInnen tatsächlich mit Energie umgehen.
Nur ein umfassender Blick ermöglicht eine ehrliche Bewertung der Emissionen und zeigt, wo weitere Einsparungen möglich werden.